Honorar

Gesetzliche Regelung

Gesetzliche Grundlage für die anwaltliche Vergütung ist das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) mit dem zugehörigen Vergütungsverzeichnis (Anlage 1 zum RVG) und der Tabelle zu den Gegenstandswerten (Anlage 2 zum RVG).

Betragsgebühren

Hiernach entstehen in einigen Angelegenheiten Gebühren mit einem festen Betrag oder innerhalb fester Betragsgrenzen (Betragsrahmen). Dazu gehören z.B. die Tätigkeiten im Straf- oder Ordnungswidrigkeiten-Verfahren oder vor dem Sozialgericht.

Wertgebühren

In den meisten anderen Fällen richten sich die Anwaltsgebühren nach dem Gegenstandswert der Angelegenheit. Das gilt z.B. für alle Streitigkeiten aus den Bereichen Arbeitsrecht und Zivilrecht, also Kündigungen, Vertragsangelegenheiten, Forderungseinzug, familienrechtliche Fragen etc.

Folgen

Der gesetzliche Vergütungsanspruch entsteht schon bei der ersten Beratung, die Höhe der Gebühren ist vom Wert der Angelegenheit sowie von Umfang und Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit und der Bedeutung der Sache für den Auftraggeber abhängig. Zu Beginn des Mandats ist es daher regelmäßig nicht möglich, den für die Mandatsbearbeitung erforderlichen Aufwand abzuschätzen und die konkret entstehenden Anwaltskosten zu benennen.

Mein Vergütungsmodell

Um die entstehenden Kosten für beide Seiten möglichst fair und transparent zu gestalten, habe ich folgendes Vergütungsmodell entwickelt, das sich an den Phasen der Mandatsbearbeitung orientiert:

Kostenlose Ersteinschätzung

In einem kurzen ersten Gespräch, gern auch telefonisch, können Sie mir Ihr Anliegen schildern. Sie erhalten von mir mündlich eine erste Einschätzung, ob und wie die Angelegenheit verfolgt werden kann.

Die Ersteinschätzung Ihres Falls ist für Sie kostenfrei.

Erstberatung

Die Erstberatung geht fachlich über die Ersteinschätzung hinaus. Hier kann ich von Ihnen übermittelte oder mitgebrachte Unterlagen sichten und beurteilen. Soweit notwendig oder gewünscht, erfolgt eine schriftliche Zusammenfassung der Beratung.

Die Erstberatung verfolgt das Ziel, einen überschlägigen Überblick über die Rechtslage zu geben, damit Sie beurteilen können, ob Sie die Angelegenheit weiterverfolgen wollen.

Die Erstberatung erfolgt auf Basis eines Zeithonorars, bei Verbrauchern für 80,− EUR (vom 01.07. – 31.12.2020 für 77,98 EUR) pro Stunde incl. USt., bei geschäftlichen Angelegenheiten von Unternehmern und Freiberuflern für 120,− EUR pro Stunde zzgl. USt.; die Abrechnung erfolgt in beiden Fällen minutengenau.

Unterbleibt ausnahmsweise der Abschluss einer Vergütungsvereinbarung, betragen nach § 34 RVG die Kosten für ein erstes Beratungsgespräch bei Verbrauchern höchstens 190,00 EUR zzgl. USt., bei mehreren Gesprächen oder im Falle der Ausarbeitung eines Gutachtens höchstens 250,00 EUR zzgl. USt. Die konkrete Höhe der Gebühren ist abhängig vom Wert der Angelegenheit.

Außergerichtliche Tätigkeit

Die außergerichtliche Tätigkeit beginnt bei einer Überschreitung des Umfangs der Erstberatung, spätestens mit der Entfaltung einer Tätigkeit nach außen, also etwa einem Schreiben an die Gegenseite oder der Durchführung einer – auch telefonischen – Besprechung mit dieser.

Die außergerichtliche Tätigkeit wird entweder mit dem Zeithonorar oder den gesetzlichen Gebühren vergütet. Darüber sprechen wir nach Ende der Erstberatung, wenn der Umfang der erforderlichen Tätigkeit besser eingeschätzt werden kann.

Tätigkeit vor Gericht

Bei Tätigkeiten in gerichtlichen Verfahren dürfen die gesetzlichen Gebühren nicht unterschritten werden. Der Abschluss einer Vergütungsvereinbarung ist erforderlich, wenn die gesetzlichen Gebühren den entstehenden Zeitaufwand nicht abdecken. Hier bietet sich vor allem die Vereinbarung einer zeitbasierten Vergütung an.